
Die Fördewoche 2025 war vieles: Tradition, Segelsport – und ein großes Fest an Land. Bereits zum 115. Mal wurde die Flensburger Förde
für eine Woche zum Zentrum des Segelsports, begleitet von Musik, Begegnungen und guter Stimmung.
Besonders sichtbar wurde das am Samstagabend, als rund 1.000 Menschen bei Livemusik ausgelassen feierten. Brücken-Bier, gemeinsames Essen und zahlreiche Gelegenheiten zum Austausch machten deutlich: Die Fördewoche ist mehr als eine Regatta. »Wir sind zwar keine Eventagentur – aber das gehört einfach dazu«, hieß es aus der Organisation.
Segeln Tag für Tag
Den Auftakt bildete am ersten Samstag der traditionelle Lyø Rundt mit 30 Booten, die bis tief in die Nacht unterwegs waren. Am darauffolgenden Donnerstag stand der Jubiläumscup zum 100. Geburtstag der Hanseatischen Yachtschule im Mittelpunkt: Die großen Yachten segelten nach Sonderburg und zurück, ein besonderer Höhepunkt für viele Teilnehmer. Am Freitag folgten die Up-and-Downs vor Glücksburg, bevor am Samstag die Langstrecke mit dem Blauen Band und dem Blau-Gelben Band ausgetragen wurde. Am zweiten Wochenende nahmen mehr als 70 Boote teil, viele von ihnen aus Dänemark.
Auch das Wetter spielte mit: Nach wochenlangem Regen zeigte sich pünktlich zur Fördewoche die Sonne – manchmal sogar mit etwas zu viel Wind. Der Sonntag fiel den Böen zum Opfer, doch bis dahin hatten alle Klassen genügend Rennen für eine gültige Wertung absolviert.
Regattenobmann Nils Messner wurde von rund 25 Helferinnen und Helfern unterstützt, zwei Wettfahrtleiter waren auf dem Wasser im Einsatz. »Es ist schon eine Menge Arbeit, aber wenn wir dann viel Lob von zufriedenen Seglern bekommen, weiß man, warum man das macht«, sagt er. Besonders die enge Zusammenarbeit mit der Hanseatischen Yachtschule war für ihn ein Höhepunkt. »Am Samstagabend haben FYC und FYS mit einer Live-Band gefeiert – ich bin immer noch heiser«, lacht Messner.
Saisonabschluss mit Gemeinschaft
Für viele Segler war die Fördewoche zugleich der Saisonabschluss. Messner betonte, dass Segeln und Beisammensein einfach zusammengehören. Genau das spiegelte diese Woche wider: sportliche Wettkämpfe auf dem Wasser und ein starkes Gemeinschaftsgefühl an Land.
Grit Jurack, Flensborg Avis



